Das war der einzige Ausflug des Subversiven Elementes in so etwas wie Lyrik - mitten in der vielen existentiellen Sinnkrisen des elementaren Alter Egos, ca. 1998. Letztere versuche ich (oh, eine Panne - es sollte natürlich heißen: das Element) mittlerweile erfolgreicher durch philosophische Websites aufzuarbeiten ;-) Der Text sollte wohl irgendwie "Existentialistisch" sein, vielleicht hatte das Element auch wieder einmal zuviel Viktor Frankl, Blaise Pascal etc. gelesen.
Aber - Ernst beiseite: Das hier ist so viel Kunst wie ...äh ... Vieles ... äh ... andere
Worte
vorgeformt in den Tiefen des Bewusstseins
werfen Blasen an der Oberfläche
überziehen mein Bild von der Welt
mit Tausenden bunter Tropfen
Worte
reichen wie Tentakel in meine Wirklichkeit
und zerren an Unverrückbarem.
Ströme aus Lava verbrennen
scheinbare Sicherheit.
Ströme aus Wasser
benetzen das ausgedorrte Land
meiner Vernunft
Worte
graben ihren Tunnel durch meinen Verstand
lassen meine Seele auf schwankenden Brücken gehen
über Schauplätze vergangener Kämpfe
vorbei an Monumenten für Heldentaten
deren Sinn ich vergessen habe
Worte
fließen in meine Realität
hier und jetzt
und erfüllen sich selbst
durch ihren Widerhall in einer Welt
die sich verändert hat
in diesem Moment

